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 Erstellt, am 03.04.2011
Letzte Änderung, am 13.12.2014

Richtige Wartung, für Bleiakkus unserer Motorräder und selten benützte Schönwetterfahrzeuge

Mopedbatterie

Mit diesem Zeilen versuche ich so gut wie möglich zu vermitteln, wie man die Haltbarkeit von Bleiakkus verlängern kann. Obwohl Bleiakkus auf den ersten Blick einen sehr robusten Eindruck machen, soll man sich auch mit technischen Grundlagen beschäftigen, um ihnen eine längere Lebensdauer zu ermöglichen. Das Hauptproblem beginnt schon bei mangelhaftem Laden im Kurzstreckenbetrieb und auch mit schwächeren Generatoren, vor allem an kleineren Motorrädern und Rollern. Wird beim Laden am Bordnetz eine Zellenspannung von 2,3 bis 2,4 Volt (13,8 bis 14,4 Volt an 6 Zellen) so gut wie überhaupt nie erreicht, sulfatieren die Zellen, was zu einem höheren Innenwiderstand, verminderter Ladestromaufnahme, einer schleichenden Verringerung der möglichen Kapazität und vor allem auch erhöhter Selbstentladung führt. Wird auf der anderen Seite eine Zellenspannung von 2,4Volt beim Laden überschritten, dann neigt der Akku kaum zum sulfatieren und kann sogar geringfügig mehr Energie speichern, aber seine mögliche Lebensdauer wird aufgrund von erhöhter Plattenkorrosion verkürzt. Ladeschlußspannungen über 2,45Volt (>14,7 Volt an 6 Zellen) und dann auch noch höhere Temperaturen, führen ebenfalls zu einem frühzeitigen Ende von Bleiakkus. Deshalb ist es gar nicht so einfach alles richtig zu machen, das beginnt schon bei der Auswahl von geeigneten Akkuladern, wo es erfahrungsgemäß sehr große Meinungsverschiedenheiten gibt. Zum einen halten sich hartnäckig Gerüchte, "für Motorradbatterien darf man nur spezielle Ladegeräte verwenden, weil Universallader für Autobatterien zu stark sind und zarte Motorradbatterien verkochen". Solche Meinungen kann man unter anderem sogar mit Ja beantworten, wenn jemand billige Akkufoltergeräte aus Baumärkten oder diversen Autozubehör Shops verwenden will.

Akkufoltergerät

Die abgebildete Blechkiste macht optisch einen soliden Eindruck und bringt auch wieder ausreichend Saft in ausgelutschte Starterbatterien, allerdings muß man deren Ladetätigkeit unbedingt überwachen, sonst wird der arme Energiespeicher hoffnungslos überladen. Eine zarte 12 Volt 4Ah Rollerbatterie, kann daran nach weniger als 30 Minuten schon grausam kochen, wenn deren Ladezustand vor Ladebeginn noch ungefähr 50% betrug. Deshalb sollte man erst gar nicht in Versuchung kommen, solche Trümmer jemals an zarte Bleiakkus anzuklemmen. Viele Leute sind auch der Meinung für LKW und Landmaschinen mit großzügigen Starterbatterien >12 Volt 80 Ah auch ein ordentliches Ladegerät anzuschaffen, welches solche Energiespeicher und sogar zwei 12 Volt Akkus in Reihenschaltung ausreichend schnell laden kann. Auf der anderen Seite sollen derartige Akkulader wiederum nicht zu viel kosten und technisch auch einen robusten und soliden Eindruck vermitteln.

Batteriekiller

Dieses eher schwergewichtige Ladegerät mit klassischem Blechtrafo und Brückengleichrichter wird jeden Bleiakku (auch mit mehreren 100 Ah) gnadenlos hinrichten, wenn man darauf vergisst den Ladestrom rechtzeitig abzuschalten. Immerhin sollte man auch wissen, dass ein vollgeladener Bleiakku bei 2,4 Volt Zellenspannung, nur noch 1% seiner Nennkapazität an Ladestrom aufnimmt. Das heiß im Klartext, dass ein vollgeladener 12 Volt 80 Ah Bleiakku bei 14,4 Volt Ladeschlußspannung, nur noch ca. 1 Ampere Ladestrom aufnimmt. Wird die zulässige Ladeschlußspannung vom Batterieladegerät nicht automatisch begrenzt, dann steigt diese mit der Zeit allmählich bis knapp unter 20 Volt an und zerstört den Energiespeicher.

Wer schon leidvolle Erfahrungen mit veralteten oder ungeeigneten Batterieladegeräten gemacht hat, empfiehlt deshalb eher ein modernes elektronisches Gerät mit Überladungsschutz und automatischer Umschaltung auf Erhaltungsladung, was aus technischen Überlegungen auch eine vernünftige Entscheidung ist. Dann gibt es aber wieder von manchen Leuten schwerwiegende Bedenken, ein größeres Ladegerät mit automatischer Erhaltungsladung an zarten Motorradbatterien angeschlossen zu lassen, weil diese daran möglicherweise überladen werden. Naturgemäß gesellen sich bei diversen Benzingesprächen auch häufig sogenannte Besserwisser, welche solche Bedenken mit Argumenten wie "es geht ja gar nicht um den Ladestrom in einer vollen, sondern in einer leeren Batterie". Demnach kann der Ladestrom an eine leeren Batterie nur durch die max. Stromstärke des Ladegerätes begrenzt werden, diese sollte dann aufgrund (zu niedrigem Innenwiderstand) heiß werden und könnte im schlimmsten Fall auch explodieren? Im gleichem Atemzug kommt nicht selten die alte Faustregel "eine leere Batterie nur schonend mit etwa 10% der Batteriekapazität laden" (Batterie 4Ah - Ladestrom 0,4A) ins Spiel, was aus technischer Sicht garantiert nicht korrekt sein kann.
Falls aber schwer misshandelte Bleiakkus bereits an satten Plattenschlüssen leiden, kann man sie mit energiereichen modernen Ladegeräten auch zum platzen bringen.

Würden solche unüberlegten Aussagen tatsächlich der Realität entsprechen, dann müsste jedes modernere Motorrad mit durchschnittlich 25 bis max. 33 Ampere starken Drehstromlgenerator, seine zarte 12 Volt 10 bis 18 Ah Bordbatterie unverzüglich zerstören, vor allem wenn deren Bleiakku an heißen Sommertagen zusätzlich mit über 30° C Umgebungstemperatur aufgeheizt wird. Auch wenn kurzzeitig über 10 Ampere Ladestrom zu einer kleinen Motorradbatterie fließen ist das nicht weiter tragisch, immerhin strömen (beim anlassen mit dem Elektrostarter in die andere Richtung), nicht selten bis zu 100 Ampere und das sogar für mehrere Sekunden. Die Ursache für dieses Verhalten lässt sich auch sehr einfach erklären, Bleiakkus regeln ihren Ladestrom automatisch, solange die zulässige Ladeschlußspannung nicht überschritten wird. Bei nur 13,8 Volt Ladespannung (2,3 Volt Zellenspannung),  beträgt der Ladestrom an einem vollgeladenen Bleiakku nur noch 0,5% seiner Nennkapazität, das entspricht für 4Ah etwa 0,02 Ampere oder 20 mA Ladestrom und ist schon sehr wenig. Deshalb ist es auch unmöglich, an konstanter Ladeschlußspannung im Bereich zwischen 13,8 bis max. 14,4 Volt, eine vollständige Schnelladung durchzuführen. Allerdings können die ersten 20 bis 30% eines stark entladenen Bleiakkus recht schnell nachgeladen werden, dann sinkt der Ladestrom allmählich und es dauert immer länger bis ein Bleiakku wirklich vollgeladen ist. Deshalb sind je nach Ladezustand auch bis zu 14 Stunden Ladezeit erforderlich, um einen Bleiakku bei 2,4 Volt Zellenspannung, auch wirklich vollzuladen.  


Was wir unbedingt beachten sollten, habe ich mal in diesem link zusammengefasst:

Handelsübliche Bleiakkus sind nicht wirklich schnellladefähig, eine Normalladung dauert etwa 14 Stunden, damit ein Bleiakku bei 2,4 Volt Zellenspannung und Raumtemperatur auch wirklich vollgeladen ist. Es ist zwar möglich einen modernen und vor allem niederohmigen AGM-Bleiakku in wenigen Stunden bis zu 70% aufzuladen, dann verringert sich aber der Ladestrom bei konstanter Ladeschlußspannung allmählich so weit, dass für die restlichen 30% Kapazität, noch bis zu 10 Stunden Ladezeit erforderlich sind. Diese physikalischen Grundregeln lassen schnell erkennen, das 10 Kilometer Motorrad fahren und anschließend wieder 30 Tage in der Garage parken, für Bleiakkus auf Dauer nicht gesund sein kann. Bleiakkus tolerieren auch keine Tiefentladung und Starterbatterien für hohe Entladeströmen sollten eigentlich gar nicht tiefer als 50% ihrer Nennkapazität entladen werden. Unter schlechtesten Bedingungen sollte spätestens nachgeladen werden, wenn max. 80% der Kapazität entnommen wurden. Viele Motorradbesitzer orgeln öfter aus Unwissenheit mit dem Elektrostarter bis überhaupt nichts mehr geht und lassen dann frustriert ihre Maschine mit tiefentladenem Akku auch noch längere Zeit so stehen, solche Misshandlungen sind gnadenlose Todesurteile für unsere Starterbatterien. Auch regelmäßig starkes Entladen (zyklischer Betrieb) mit gelegentlich leichten Tiefentladen setzt unseren Starterbatterien sehr stark zu, das begünstigt auch die harte Sulfatierung und verringert die mögliche Lebensdauer enorm. Bleiakkus altern und verschleißen am stärksten, wenn sie zyklisch belastet werden. Je häufiger und tiefer eine Starterbatterie entladen wird, um so schneller altert sie.

Die natürliche Selbstentladung von neuwertigen Bleiakkus liegt bei ca. 5% im Monat, solange es am Fahrzeug keine stillen Stromverbraucher gibt. Eine neue und vollgeladene AGM Batterie kann deshalb auch problemlos bis zu einem Jahr gelagert werden, muss dann aber unbedingt vor dem ersten Einsatz fachgerecht vollgeladen werden. Speicherfunktionen an modernen elektronischen Cockpits oder Ruheströme für Alarmanlagen schlagen erfahrungsgemäß mit mindestens 1 Milliampere Stromverbrauch pro Stunde oder noch erheblich mehr zu Buche, dann wäre auch der beste 12 Volt 4Ah Bleiakku nach spätestens 6 Monaten hoffnungslos tiefentladen und irreparabel an harter Sulfatierung zerstört. Leichtkrafträder mit 12 Volt 130 Watt Magnetzündergeneratoren von Motoplat aus den 80er Jahren, zerstören im Zusammenhang mit sulfatierten (hochohmigen) Akkus, die mittlerweile seltenen 12 Volt VDO Drehzahlmesser, das wird dann oft richtig teuer. Hat ein guter (verwahrloster) Bleiakku trotzdem irgendwie die ersten zwei Saisonen überlebt, dann schafft er bei gleichbleibender schlechter Pflege kaum noch eine weitere, aber wie kann man schädliche Sulfatierung verhindern.

Die zuverlässigste Methode zur Vermeidung von Sulfatierung ist es, Bleiakkus immer voll geladen zu halten, weil sich dann kaum Bleisulfat bilden kann. Die sicherste Lösung ist der Einsatz eines externen Erhaltungsladers,
mit permanenter Erhaltungsladung kann man hier erfolgreich entgegenwirken, die angelegte Erhaltungsladespannung kann dabei im Bereich zwischen 2,17 bis max. 2,30Volt  Zellenspannung (13,02 bis max. 13,80 Volt bei 6 Zellen) liegen. Dabei sollte man unbedingt beachten dass 2,17 Volt bei sehr hohen Temperaturen und 2,30 Volt Zellenspannung für eisige Verhältnisse angemessen wären. Viele handelsübliche Erhaltungslader für 12 Volt Akkus erzeugen leider permanent 13,8 Volt Ausgangsspannung und das bewirkt dann für sommerliche Verhältnisse enorme Plattenkorrosion, weshalb viele Bleiakkus nach durchschnittlich 3 bis 4 Jahren Erhaltungsladung auch das zeitliche segnen. Man kann die natürliche Lebenserwartung von Bleiakkus mit unbrauchbaren und meist veralteten Billiggeräten, welche anstelle einer exakt stabilisierten Konstantspannung nur ungefähr 100 bis 200 mA Konstantstrom nach "W" Kennlinie erzeugen, sehr stark verringern!  Kleinere Bleiakkus werden damit locker über 14 Volt und ausgetrocknete Energiespeicher sogar auf 16 Volt Klemmenspannung hochgetrieben, was deren mögliche Lebenserwartung extrem verkürzen wird. Beispielsweise klagte vor längerer Zeit ein Motorradfahrer über ein ärgerliches Problem, dass an seiner 12 Volt 9Ah Nassbatterie beinahe jede Woche der Wasserstand unter die Zellenoberkanten absinkt, obwohl der von ihm gemessene Erhaltungsladestrom nur ca. 100 mA beträgt. Solche Fehlkonstruktionen von Pseudo-Erhaltungsladern welche meist nur aus einem Tranformator, Gleichrichter und Widerstand zur Strombegrenzung bestehen, sollten unverzüglich entsorgt oder andernfalls zur Versorgung einer Weihnachts-Dekorbeleuchtung genützt werden, denn kein zarter Bleiakku überlebt solche Foltergeräte lange. Jedes ungeregelte Konstantstromladegerät welches zur permanenten Erhaltungsladung genützt wird, überlädt Bleiakkus mit der Zeit und zerstört sie garantiert.

Aber auch unter optimalen Pflegebedingungen kann man die mögliche Haltbarkeit nicht unendlich verlängern, denn Bleiakkus leiden schon konstruktionsbedingt an einem Ablaufdatum, auch wenn sie vollgeladen ruhen und vorsorglich dauerhaft am spannungsgeregelten Erhaltungsladegerät hängen. Es gibt Bleiakkus für ungefähr 5 Jahre Nutzungsdauer und auch hochwertigere welche über 10 Jahre nutzbar sind. Schwere Traktionsbatterien mit dicken Platten und größeren Kammern wären am halbarsten, haben dafür leider einen höheren Innenwiderstand, sind zum starten ungeeignet und vor allem auch teurer. Tiefentladungen an Starterbatterien sind egal bei welcher Verarbeitungsqualität sehr schädlich und im schlechtesten Fall schon nach der ersten schleichenden Tiefentladung während der Winterpause tödlich,dagegen kann man mit kontrollierter Erhaltungsladung über lange Zeit wirksam vorbeugen. Keinesfalls sollte man aber Nassakkus an den Erhaltungslader anklemmen und diese anschließend 3 Jahre oder noch länger unbeaufsichtigt ruhen lassen, denn Nassakkus wollen auch gelegentlich bewegt werden, damit sich die Säure durchmischen und nichtleitende Beschichtungen auf den Platten wieder lösen können. Außerdem sollen auch zwischenzeitlich höhere Ströme fließen (beispielsweise E-Starter, Scheinwerfer, usw. Deshalb nicht planen, einen auf Vorrat gekauften Bleiakku die nächsten Jahre am Erhaltungslader zu lagern und irgendwann später wieder zu verwenden. In letzter Zeit erreichten mich auch technische Fragen wie: Was ist der ideale Ladeerhaltungsstrom bzw. die richtige Ladeerhaltungsspannung bei einer vollgeladenen Starterbatterie, um Selbstentladung und Sulfatierung zu verhindern, oder rückgängig zu machen? An einem wirklich neuen AGM-Bleiakku reichen dafür schon < 5 mA pro 100 Ah Nennkapazität als Erhaltungsladestrom, bei fortgeschrittener Alterung steigt bei Nassakkus alleine der Gasungsstrom so hoch an, dass ein derartig geringer Strom nicht mehr reichen würde, die aktive Masse vollständig geladen zu halten. Deshalb brauchen wir Sicherheitsreserven, vor allem wenn auch die Temperatur etwas höher ist und mehrere Zellen in Reihe geschaltet sind. Die Zelle mit der höchsten Selbstentladerate (beispielsweise hochohmiger Plattenschluß wegen Abschlammung), muss auch nach Monaten noch sicher vollgeladen bleiben. Aus diesem Grund wäre es bei einem Verbund mit mehreren in Reihe geschalteten Zellen nicht wirklich sinnvoll, wenn man nur knapp über der natürlichen Leerlaufspannung von 2,1 Volt pro Zelle bleibt. Der nötige Erhaltungsladestrom stellt sich ohnehin automatisch ein, wenn eine typische Konstantspannung von ca. 2,23 Volt pro Zelle angelegt wird.

In jedem Fall sollte mit Erhaltungsladen nur jene Energie ersetzt werden, die im Laufe einer längeren Stillstandszeit verloren geht. Es nützt nichts den Bleiakku dauerhaft mit 2,30 Volt oder noch höherer Zellenspannung zu kochen, der einzige Zweck sollte sein, einen annähernd vollgeladenen Akku zu haben, wenn man sein Motorrad oder das hochwertige Cabrio mit unbekannten stillen Verbrauchern, nach längerer Stillstandszeit wieder ptoblemlos benützen will. Dafür benötigen wir für 6 zellige Bleiakkus ein einfaches Netzladegerät mit max.13,5 Volt Ausgangsspannung, bzw. etwas weniger verringert sogar den möglichen Wasserverbrauch und auch das fortschreiten der Plattenkorrosion. Schon in den 70er Jahren wurde als Erhaltungsladespannung ein Richtwert von 2,23 Volt pro Zelle, bzw. 13,38 Volt für 6 zellige 12 Volt Bleiakkus bei Raumtemperatur empfohlen, damit solche Energiespeicher auf Volladung gehalten werden, bei gleichzeitig geringem Elektrolytverlust durch Wasserzersetzung. Für neue Bleiakkus galten damals Erhaltungsladeströme unter 1,0 mA/Ah und für fünfjährige noch intakte Starterbatterien ungefähr 2,0 mA/Ah oder leicht darüber.

ERhaltungslader

Zuverlässige Netzladegeräte für diesen Zweck sollten eher einfach aufgebaut sein und ohne Computerunterstützung auskommen, pseudointelligente Trümmer (Aldi&Co) bürgen nicht selten für ihr fragwürdiges Eigenleben und technisch veraltete Regeltechnik, mit stark überhöhten elektrischen Energieverbrauch. Erfahrungsgemäß leben Bleiakkus von so manchen nicht nachvollziehbaren angeblichen "Verhätschelungsprogrammen" auch nicht wirklich länger, als an konstanter Gleichspannung. Mit viel Mühe findet man vereinzelt ehrliche Fachleute, welche echte Alleskönner in solder langlebiger Qualität, für bezahlbares Geld anbieten. Weil die liebe Industrie und auch der Handel statt fachgerechter Kundenberatung, eher mit phantasievollen Halbwahrheiten werben, sucht man für den Zweck als Erhaltungslader, besser nach wirklich einfachen und auch energiesparenden Alternativen.
Dafür gibt es hervorragende und auch preiswerte getaktete 12 Volt Tischnetzteile aus Großserienproduktion, welche bei Leerlauf und Teillastbetrieb im energiesparenden Burst-Mode arbeiten und deshalb so gut wie keine messbare elektrische Energie verheizen. Allerdings muß man solche Kompakt-Netzgeräte vorher von 12 Volt auf ca.13,4 Volt Ausgangsspannung umrüsten, das erfordert aber häufig nur den Austausch eines Widerstandes, am
Spannungsteiler vom Präzisions-Shuntregler. Es gibt mittlerweile zahlreiche Hersteller solcher Tischnetzteile mit vergleichbaren Features, bei einigen lässt sich der Umbau ganz einfach realisieren, weil sogar klassische bedrahtete Bauteile verwendet wurden. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen energiesparenden Sperrwandler, mit hohem Wirkungsgrad. Um die Ausgangsspannung nach der Umrüstung  auch exakt zu bestimmen, soll man ein gutes Voltmeter verwenden, welches sich von den supergünstigen Baumarkt Trümmern deutlich abhebt und etwas mehr kosten darf. An 4 parallelgeschalteten Motorradbatterien mit fortgeschrittener Selbstentladung, verbrauche ich an der 230 Volt Steckdose nur durchschnittlich 1 Watt, neuwertige Bleiakkus mit vergleichbarer Kapazität verbrauchen naturgemäß noch weniger elektrische Energie. So sollten  22Ah Gesamtkapazität ungefähr den Strom einer Leuchtdiode und bei 13,4 Volt Klemmenspannung eine elektrische Energie von max. 0,3 Watt verbrauchen, für fünfjährige Starterbatterien sollte man 0,6 Watt und zusätzlich 0,25 Watt Verlustleistung am Schaltnetzteil bei ca. 70% Wirkungsgrad einplanen. Mein dokumentierter Energieverbrauch von 1 Watt deutet auf ältere Starterbatterien hin, welche ihre besten Zeiten schon hinter sich haben, aber trotzdem noch zum Motorradfahren brauchbar sind. Ältere und vor allem kleine Steckernetzteile unter 20 Watt Nennleistung mit klassischem Blechtransformator, oder zahlreiche moderne Computerlader, verheizen häufig schon bis zu 3 Watt im Leerlauf und werden dabei auch mächtig warm. Derart sinnnlose Energieverschwender sollte man sich nicht wirklich antun, aber früher war eine gute Wahl noch nicht so einfach wie heute.

Ein hoher Wirkungsgrad von einfachen Netzteilen bei Vollast, war schon in den 80er Jahren kein Problem. Eher schwierig war es aber noch bis zur Jahrtausendwende, die Verluste bei geringer Last zu reduzieren. Zum Glück setzten sich im neuen Jahrtausend endlich motivierte Techniker durch, welche versuchten bei einfachen Sperrwandler-Netzteilen, auch die letzten Milliwatt an Verlustleistung so gut wie möglich zu beseitigen. Im wesentlichen hat die
Energy-Star-Norm, (die Vorgaben der kalifornischen Energiekommission oder die EU-Standby-Verordnung für Unterhaltungselektronik, bei Energieverlusten unter geringer Last oder im Leerlaufbetrieb), nachhaltig ihre Weichen für eine positive Entwicklung gestellt. Das führte recht schnell zur Massenproduktion von sogenannten "grünen Controllern", gewissermaßen einem Gehirn für effiziente Stromversorgungen. Erfreulicherweise haben mittlerweile die meisten Hersteller von kompakten Schaltnetzteilen, schon auf die neue Generation von Green-Mode-Controllern umgerüstet. Bei geringer Last oder Leerlaufbetrieb, arbeiten solche Schaltregler in einen Burst-Modus. In der Aus-Phase arbeitet der Schaltregler im Ruhezustand, und die Leistungskomponenten schalten nicht mehr. Da in diesen Pausen keine elektrische Energie übertragen wird, sinkt auch die Ausgangsspannung geringfügig ab. Der Green-Mode-Schaltregler überwacht ständig die Ausgangsspannung und schaltet zur richtigen Zeit die Leistungskomponenten ein, um die Ausgangsspannung wieder anzuheben.Vermeidbare Leerlaufverluste treten überwiegend während des aktiven Zustandes vom Schaltregler auf, so dass ein zeitliches Ein-Aus-Verhältnis den Gesamtwirkungsgrad drastisch verbessern kann. Die typische Einschaltdauer beträgt dann etwa einige hundert ¼s. und die Ausschaltdauer liegt dann bei sehr niedrigen Lasten im zweistelligen ms-Bereich. Mit diesem Kunstgriff kann man 2 bis 3 Watt sinnlose thermische Verlustleistung von herkömmlichen Schaltreglern, auf wenige zehntel Watt verringern. Ein eher unbedeutender Nebeneffekt des Burst-Teillast-Betriebs besteht darin, dass am Ausgang eine leicht pulsierende Spannungslage entsteht, welche aber für Ladezwecke kein Nachteil ist.
 
Obwohl diese großzügigen Tischnetzteile bis zu 60 Watt Spitzenleistung und knapp 40 Watt  Dauerleistung abgeben können, erreichen sie auch bei ganz kleinen Leistungen einen vielfach höheren thermischen Wirkungsgrad, wie wesentlich kleinere Netzteile nach konventioneller älterer Bauart. Diese modernen Schaltnetzteile müssen ja bestimmungsgemäß auch dauerhaft die Standby-Steuerelektronik von ausgeschalteten Flachbildschirmen mit elektrischer Energie versorgen und dürfen dabei heute zum Glück kaum noch messbare elektrische Energie verbraten, deshalb kann man sogar mit ruhigem Gewissen derart grob überdimensionierte Netzladegeräte für einen zarten 12 Volt 1Ah Bleiakku verwenden, ohne über möglichen erhöhten Energieverbrauch nachdenken zu müssen. Als positiver Nebeneffekt erhöht sich bei dieser leistungsarmen Betriebsart auch die mögliche Lebenserwartung derartiger Tischnetzteile enorm, weil sie im Dauerbetrieb beinahe kalt bleiben. Diese Zweckentfremdung wird unserer lieben Industrie (welche für kurzlebige Wegwerfprodukte bürgt) nicht wirklich gefallen, denn Bestimmungsgemäß sollten diese armen Netzteile an 19 bis 24" LCD-Bildschirmen bei maximal aufgedrehter Hintergrundbeleuchtung dauerhaft heiße 40-60 Watt abgeben, damit sie nach wenigen Jahren als unbrauchbarer Sondermüll ausgeschwitzt hätten. Die Interessen von Industrie und Handel, sollten wir aber mit einem freundlichen Lächeln ignorieren. Gibt es beispielsweise in Tiefgaragen nur elektrische Energie wenn die Deckenbeleuchtung eingeschaltet ist, muß man eine Schottkydiode vorschalten, damit kein Rückstrom zum Erhaltungslader fließt und sich möglicherweise die eingeladene Energie wieder langsam entlädt. Wer mehrere Schönwetterfahrzeuge sein Eigen nennt, der schaltet die Akkus mit verpolungssicheren Steckverbindungen parallel und in jede Plus Leitung eine eigene Lampe als Schutzwiderstand vor, dabei würde für kleinere Bleiakkus auch eine 12 Volt 5 Watt Lampe reichen, die Grenzen sind fließend. Will ein leidenschaftlicher Sammler und Gelegenheitsfahrer beispielsweise 16 Bleiakkus dauerhaft erhaltend laden, wären zwei Netzladegeräte vorteilhaft, denn es könnte über die Jahre möglicherweise eines von beiden unbemerkt ausfallen?



Wer gerne selber lötet und deshalb kostenlose, aber reparaturbedürftige 12 Volt Tischnetzteile zum Umbau als Erhaltungslader benötigt, kann mich telefonisch unter 0043 7732 4145 kontaktieren!