Diese den alten kontaktgesteuerten Bosch Zündungen ähnliche Zündanlage aus Slowenien, macht irgendwie einen unvollständigen Eindruck?

Es handelt sich hier weitgehend um eine 1:1 Klone der bewährten Uralt Zündanlagen von Bosch, welche von slowenischen Technikern bestmöglich optimiert und mit einem kräftig magnetisierten Polrad ausgestattet wurde, Unterbrecher, Zündspule, Funkenlöschkondensator und Schmierfilz wurden wegrationalisiert. Anstelle der Zündspule sitzt ein Hochspannungsladeanker, aber den erforderlichen Zündimpulsgeber und Steuerzungen am Polrad findet man bei diesem System nicht! Aufgrund des stärker magnetisierten Polrades wurde auch die Generatorleistung erheblich verbessert, an der Lichtspule entstehen ca. 2,5 Volt Spannungsabfall, was bei Vollast einer thermischen Verlustleistung von etwa "10 Watt" und 6 Watt am Hochspannungsladeanker entspricht. Diese Verluste sind relativ hoch, aber "INDUKTIONSHEIZUNGEN" wie 12 Volt 130 Watt Motoplat Lichtmaschinen verbraten an den 6 sternförmig angeordneten Ankern üppige 60 Watt an Wärmeenergie und überlebten das bei Hochleistungskühlung bis Heute!
"Die Generatorleistungen"
Um auch kleinere Lampen "zerstörungsfrei" mit konstanter Spannung zu versorgen, benötigt man zu dieser Zündanlage einen Spannungsbegrenzer. Zur Nachrüstung an historischen Fahrzeugen, kann man auch moderne kombinierte "Spannungs/Laderegler" von aktuellen Fahrzeugen verwenden.
"Pinout von alternativen Spannungsreglern"
Diese Zündanlage soll nach folgendem Schema verkabelt werden, den zusätzlichen Akku muß man (bei möglichen Platzproblemen) nicht zwingend installieren:
"Das Anschlußschema"
Moderne Spannungsregler verfügen über einen Meßeingang "Sense", womit der Spannungsabfall von der Lichtspule bis zum Lichtschalter kompensiert wird. Falls der Spannungsbegrenzer schon unter 14 Volt zurückregelt, kann man die erwünschte Nennspannung mit 2 antiparallel geschalteten Dioden um ca. 0,5 Volt erhöhen. Die Meßspannung erscheint folglich am Sense Eingang um ca. 0,7 Volt Effektivwert niedriger und der Regler wird erst später angesteuert.
"Die Messwerte vom Stator"
Beschädigte oder abgerauchte Spulen kann man dank einfacher Bauart problemlos reparieren, der verwendete Kupferlackdraht muß bis 180°C Hitzebeständig sein. Vor längerer Zeit erhielt ich ein Mail mit folgendem Inhalt:
"Ich ersteigerte bei eBay für 95.- Euro eine kontaktlose Tuning Zündung von Iskra, der Motor läuft bis 7000 sehr gut, über 8000 bringt er keine Leistung mehr! Ich probierte schon eine andere Zündspule, aber leider dasselbe, was könnte noch defekt sein?" Diese Zündanlage ist völlig in Ordnung, aufgrund des fehlenden Zündimpulsgebers wird der ZZP mit den negativen Impulsflanken der Hochspannungsladespule ausgelöst, folglich zündet es pro Polradumdrehung zweimal. Ein Zündfunke erfolgt bei OT und der andere bei UT, die Zündspule verfügt auch über einen Komperator und verstellt die Zündkurven drehzahlabhängig. 8000 Upm entsprechen konventionellen 16000 Upm Motordrehzahl und folglich dem physikalischen Grenzbereich dieser einfachen Zündanlage.
"Die Hochspannungsladespannungen und Zündkurve"
Viele eBay Gebrauchtteilhändler handeln mit Schrott und versuchen über attraktive Beschreibungen oder nachbearbeitete Bilder so viel Geld wie möglich von Online-Bietern abzudrücken. Kontaktlose und echte "Wettbewerbs-Zündanlagen" haben unterschiedliche Aufgaben, die hier dokumentierte kontaktlose ISKRA Zündung eignet sich hervorragend für motorisierte Fahrräder/Mopeds und historische Zweitaktfahreuge bis max. 8000 Upm Motordrehzahl. Für kleine Rennmaschinen oder drehfreudige Kleinkrafträder, muß man auf andere Produkte ausweichen!