Erstellt,
am 12.05.2005 Letzte
Änderung, am 07.12.2011
Guter Magnetzündergenerator für kleines Geld In
dieser Analyse bewerte ich die Qualität und beschreibe
Leistungsdaten, verschiedene Einsatzgebiete,
Installationsvorschläge usw. Elektrotechnische und physikalische
Grundkenntnisse
sollten vorhanden sein, um diese Literatur zu verstehen und eigenes
Fachwissen zu erweitern. Wer mit Elektrotechnik völlig auf
Kriegsfuß steht, soll am besten fachkundige Personen
für Installationsarbeiten konsultieren. Ich freue mich auch immer
über kritische und
ergänzende Hinweise, oder Vorschläge zur besseren
allgemenen Verständlichkeit von technischen Abhandlungen,
falls etwas unverständlich formuliert wurde. Je mehr
Feedback auf diese Weise zurückkommt, um so besser kann
ich das bei späteren Änderungen in die Texte
einbinden.
Alle, denen diese
Informationen hilfreich waren, können sich hier
mit einem Trinkgeld für den Fortbestand,
künftige Erweiterungen und Aktualisierung meiner Webseite
erkenntlich zeigen.Dieser
Magnetzündgenerator wurde vor ca. 8 Jahren für kleine Zweitaktmotoren (Kreidler, Puch,
Zündapp...) konzipiert. Der Generatorteil leistet wahlweise für
6 Volt Betriebsspannung max. 50 und bei 12 Volt stattliche 85 Watt, der
linke
Spannungsregler im schwarzen Gehäuse begrenzt auf
ca. 7,5 Volt und der
rechte im blanken Alugehäuse auf 14 Volt
Wechselspannung!
Leidenschaftliche Zweitaktschrauber bezahlten schon vor Jahren für gebrauchte kontaktlose
Zündanlagen mit Generatorteil, nicht selten über
200.- Euro bei eBay und anderen fragwürdigen Marktplätzen. Unbrauchbarer Schrott mit phantasievoller
Beschreibung,
erreicht dort oft astronomische Auktionserlöse und ist mit Vernunft
nicht mehr vereinbar! Die abgebildeten und vor allem auch bezahlbaren Kokusan Komponenten wurden mir
Anfang 2005 zum testen zur
Verfügung gestellt, wobei ich an diesem ersten 50ccm Set mit
dünnem Kegelkonus auch schwerwiegende Kinderkrankheiten
bemängeln musste, aber im allgemeinen handelt es sich
schon damals um ein Produkt von brauchbarer Qualität. Das
Polrad hat nur 103 mm Außendurchmesser und ist mit
ca. 725 Gramm sehr leicht, nur das 19 mm
Feingewinde für den Polradabzieher gleicht irgendwie einem
üblen Scherz.
 Folglich benötigt man kleine
Polradmuttern mit max. 14 mm
Steckschlüsselgröße oder exotische
Sonderanfertigungen von Langgewinde Muttern! Ursprünglich stammt dieses Konzept aber von
Derbi Senda 50 und wurde eben kostengünstig
für unsere linksdrehenden Zweitaktmotoren angepasst. Ende 2005
wurde dieses System um ein zusätzliches Polrad
für Zündapp
285 und 314er Motoren erweitert, dafür
passen unsere altbewährten 26 x 1,5 mm
Polradabzieher. Der Generatorteil ist
für diese kleine Bauart sehr kräftig dimensioniert, siehe folgende
Aufzeichnungen
von 2005 und erzeugt folglich auch erhebliche Abwärme! Die zweite
Generation von 50 ccm Polrädern mit kleinen Kegelkonus,
wurden ab 2006
etwas schwächer magnetisiert und bringen bei 6 Volt Betriebsart
nur ca.
45 Watt bei 6000 Upm. 6 Volt Betriebsart mit dem schwarzen
Regler/Gleichrichter betrachte ich nur als
vorübergehende Krückenlösung,
meiner
Meinung sollte man von 6 Volt Bordnetzten (weil im Aussterben
begriffen und kontraproduktiv) allmählich weggehen. Am 12 Volt
Spannungs/Laderegler kann man auch zeitgemäße 12
Volt 60/55 Watt H4 Lampen versorgen und zusätzlich
einen 12 Volt Akku für
Verbraucher wie LED-Schlußlicht, Instrumentenbeleuchtung und
Blinker betreiben. Diese Zündanlage ist vielseitig einsetzbar,
siehe folgende erweiterte Dokumentation:
"Installation
an unterschiedlichen Fahrzeugen"
Der einfache innen montierte induktive Zündimpulsgeber
ist von den Signalformen leider kein
Glücksgriff, deshalb wird ein CDI
Zündschaltgerät mitgeliefert, welches diese Signale auch ausreichend filtern kann. Ich habe damals auch die
Zündkurven alternativer Zündschaltgeräte,
über einen Drehzahlbereich
zwischen 500 bis mörderische 13000 Upm gemessen und
die Messdaten
aufgezeichnet.
Dieses ältere Bosch
Mhkz Zündschaltgerät im Alugehäuse
ist schon unter 13000 Upm in die ewigen Jagdgründe eingegangen
und das hatte auch einen nachvollziehbaren Grund. Die
Dämpfungsschleife am Hochspannungsladeanker, welche hohe
negative Spannungsspitzen
verhindern soll, war bei der ersten Generation aus ferromagnetischem Stahl und
vergrößert somit die kleine Polfläche bei
tiefen Drehzahlen. Nachdem der Ladekondensator nur mit positiven
Halbwellen geladen wird, bleiben aber die negativen unbelastet. Die
negativen Spannungsspitzen stiegen am rechten Exemplar schon bei
10000 Upm über 1400 Volt an, was knapp unter der
höchstzulässigen Sperrspannung von 1500 Volt der
Gleichrichterdiode liegt, durchbricht eine Gleichrichterdiode die
erlaubte Sperrspannung, dann wird sie zerstört. Mit 45 Km/h
Mopeds werden derart hohe Drehzahlen kaum gefahren, sodass
diese Probleme an Serienfahrzeugen nicht auftreten werden! An
drehfreudigen Kreidler 50ccm Kleinkrafträdern gab es vor allem bei der ersten Generation, leider auch zahlreiche
zerstörte Kokusan Sternzündungen, siehe folgende Info:
"Schäden
an Kokusan Sternzündung"
Obwohl der weitgehend baugleiche Generatortyp in Derbi
Senda luftdicht verschlossen ist, erreichen solche
Motoren niedrigere
Motordrehzahlen, folglich sind dort keine
thermischen Schäden zu erwarten. Bei neuernen Kokusan
Zündanlagen ab Bj. 2006 wurden die Polräder
für 50 ccm Motoren schwächer magnetisiert
und die Dämpfungsschleifen am Hochspannungsladeanker
aus 17
x 18 mm Kupferblechen gefertigt.
Angeblich sollen neuere Hochspannungsladeanker auch mit
hitzebeständigeren Kupferlackdrähten gewickelt sein?
Kokusan Polräder
mit dickem Kegelkonus welche an Zündapp 285 und
314er Motoren passen, sind etwas
stärker magnetisert,
weil größere Zündapp Motoren nicht
so hoch drehen und deshalb auch weniger Abwärme verursachen.
Dieses System wurde ständig in der Qualität weiterentwickelt
und mittlerweile tragen aktuelle 50 ccm Polräder die Bezeichnung
5026B und den Datecode 21 10, im Vergleich zur ersten Generation
laufen diese Polräder vibrationsfrei und auch von der
Montagehöhe knapp 1 mm weiter vom Stator entfernt. Bei
älteren Modellen gab es manchmal Kollisionen mit den Nieten, was
auch zu Ausfällen führte. Die jüngste 50 ccm Generation
ist auch noch spürbar schwächer magnetisiert und deshalb
besser für höhere Drehzahlen geeignet, trotzdem werden damit
noch 12 Volt 80 Watt bei 5000 Upm erreicht, was eigentlich locker reicht. Häufig erreichen mich Anfragen, wo man
derartige Zündanlagen aus aktueller Produktion erwerben kann?
Interessenten aus EU-Nachbarländern empfehle ich den
Generalimporteur "Massink
aus Holland" , "JOS"
spricht unter anderem perfekt Deutsch und ist auch bei
technischen Fragen kompetent! Österreichische Interessenten können
zu günstigeren Versandkosten bei
"Otmar Muther"
kaufen,
welcher schon Jahrzehnte mit Zündapp Ersatzteilen
handelt!
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