Kreidler 6Volt 29/5 Watt Zündung von 1968
Hier rüsten wir eine 6 Volt 29/5 Watt Bosch Zündung von 1968 auf 12 Volt 35 Watt Lichtankerleistung um, die ursprünglich
montierte Lichtspule an diesem Exemplar war nicht für das Polrad 0 212 120 006 bestimmt und erzeugte unübliche
Leistungen.
6 Volt 25/25 Watt Biluxlampen aus aktueller Fertigung, stammen überwiegend aus Fernost und sind aus qualitativer Sicht
großer Mist, alte Lagerbestände neigen sich leider dem Ende. Bleibt uns nur die Umrüstung auf zeitgemäße 12 Volt 35/35
Watt (HS1) H4 Lampen, Rücklicht und Tachobeleuchtung müssen wir aus dem Primärstromkreis der Zündspule gewinnen, um die
Scheinwerferleistung nicht zu verschlechtern. Dieser Anker hat vor allem eine gute Lastanbindung an die Zündspule und
die verwendete Lampenlast darf zwischen 12 Volt 4 bis max. 8 Watt schwanken. Um die Zündungsfunktion nicht zu
beeinflussen, müssen die positiven Halbwellen zur Stromerzeugung mit einer Diode gleichgerichtet werden. Ich wickelte
einen 6 Volt 25 Watt und einen 6 Volt 19 Watt Lichtanker auf jeweils 230 Windungen mit 0,60mm dickem Kupferlackdraht.
Bei der Leistungsmessung stellte ich nur kleine Unterschiede, zwischen dem dickeren 6 Volt 25 Watt und dünneren 6 Volt
19 Watt Lichtanker an der 12 Volt 35/35 Watt H4 Lampe fest, was uns die Wahl an brauchbarem Rohmaterial erheblich
erleichtert. Verringert man die Kapazität des Resonanzkondensators, dann wird die Energieausbeute bei mittleren
Drehzahlen deutlich höher. Hat aber den Nachteil daß unter 1500 Upm die Leistung drastisch absinkt, weil der Wellenstrom
am Kondensator zu niedrig wird.
Nachdem nicht alle Polräder gleich stark magnetisiert sind, kann es in der Serie durchaus erhebliche Unterschiede geben.
Bei höchstmöglicher Motordrehzahl darf die Lampenspannung max. 15 Volt erreichen, denn bei ca. 17 Volt, schmelzen
Glühfäden von 12 Volt Halogenlampen schlagartig weg. Liegt die Spannung unter Last über 15 Volt, muß die Windungszahl
erhöht werden, unter 14,5 Volt soll man etwas weniger raufwickeln.